Grüne Kreistagsfraktion: Die Ausstattung mit digitalen Endgeräten zum Schulbeginn ist mehr als fraglich

Grüne Kreistagsfraktion:
Die Ausstattung mit digitalen Endgeräten zum Schulbeginn ist mehr als fraglich

„Bereits Mitte Mai hatten sich Bund und Länder auf die Umsetzung des vom Koalitionsausschuss beschlossenen Sofortprogramms in Höhe von 500 Millionen Euro zur Bereitstellung von digitalen Endgeräten verständigt. Aber die Umsetzung in NRW lief dann schleppend“, so Fraktionssprecherin Christiane Berlin.

Deshalb stellte die Grüne Kreistagsfraktion jetzt kurz vor Schuljahresbeginn dazu eine Anfrage.
Christiane Berlin: „Erst hat es Wochen gedauert, die Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund in den Landtag NRW zu bringen und dann hat es nochmal vier Wochen gebraucht, bis Schulministerin Gebauer nun endlich konkrete Förderrichtlinien vorlegt hat. Eigentlich muss jetzt auch noch ein Kreistagsbeschluss gefasst werden, da 10 % Eigenmittel (53.328,59 €) aufzubringen sind. Aber der Kreistag tagt erst zwei Monate nach Schuljahresbeginn“

Daher wollen die Grünen wissen, ob die Kreisverwaltung bereits vorab Anträge gestellt hat oder stellen wird und ob der Beschluss über den Eigenanteil zwecks Beschleunigung auch per Dringlichkeit gefasst werden kann. Darüber hinaus fragen die Grünen nach welchen Kriterien die Auswahl der zu versorgenden Schüler*innen erfolgen soll, oder die Schulen freie Hand bekommen, um zeitnah wirklich allen Kindern den Zugang zu digitalen, mobilen Endgeräten zu ermöglichen?

„Unsere Sorge ist“, so Berlin, „dass es wegen einer zweiten Infektionswelle oder hohen Infektionszahlen an einzelnen Schulen wieder zu Distanzunterricht kommt und dann wieder Kinder und Jugendliche ohne Endgeräte für Wochen vom Unterricht ausgeschlossen wären. Das wäre nicht akzeptabel.“

Mit freundlichen Grüßen
Christiane Berlin, Fraktionssprecherin
i.A. Anke Hoppe-Hoffmann, Fraktionsgeschäftsführerin

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