Kreuztal, 26. August 2025
26.08.2025
Siegen-Wittgenstein: Niedrigstes Armutsrisiko in NRW – Bildungs- und Teilhabeleistungen müssen trotzdem ankommen
Der Kreis Siegen-Wittgenstein verzeichnet laut IT.NRW das niedrigste Armutsrisiko in Nordrhein-Westfalen. Der Landrat hebt in seiner Stellungnahme zu Recht die wirtschaftliche Stärke der Region hervor und verweist auf gute Löhne und umfangreiche Bildungsangebote. Aus Sicht der GRÜNEN Kreistagsfraktion bleibt jedoch festzuhalten: Gerade bei der Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut bestehen weiterhin erhebliche Defizite – insbesondere bei der Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets.
„Wir widersprechen der Selbstdarstellung des Landrats in diesem Punkt und raten zu einer konsequenten Verwaltungsarbeit, die bestehende Mittel auch wirksam bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen ankommen lässt“, so Ulrich Schmidt-Kalteich, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag Siegen-Wittgenstein.
Die GRÜNE Kreistagsfraktion hat wiederholt konkrete Anträge eingebracht, um die Inanspruchnahme der Bundesmittel durch niedrigschwellige Abrechnungsmodelle zu verbessern – bislang ohne Erfolg. Die Vorschläge wurden vom Landrat bislang abgewiesen.
Bernd Mäckeler, Sachkundiger Bürger im Sozialausschuss, ergänzt: „Gerade bei einem so sensiblen Thema wie Kinderarmut darf man sich nicht auf statistische Durchschnittswerte verlassen. Wichtig ist, dass das vorhandene Instrumentarium – wie das Bildungs- und Teilhabepaket – auch vor Ort greift. Dass der vom Ausschuss beschlossene Jahresbericht zu diesen Leistungen bisher nicht vorgelegt wurde, ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar.“
Die GRÜNEN fordern den Landrat daher auf, gemeinsam mit Verwaltung und Trägern sicherzustellen, dass die Mittel unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden und die tatsächliche Inanspruchnahme regelmäßig transparent gemacht wird. „Die hohe Lebensqualität im Kreis sollte allen zugutekommen – nicht nur denjenigen, die ohnehin gute Startbedingungen haben“, so Schmidt-Kalteich abschließend.
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