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„Digitalisierung des Gesundheitsamtes in Siegen-Wittgenstein“

Sehr geehrter Herr Landrat Müller,

die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet sie um Beantwortung folgender Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Bevölkerungsschutz am 03.03.2021:

„Digitalisierung des Gesundheitsamtes in Siegen-Wittgenstein“

Bereits 2014 wurde vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) das System SORMAS (Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System) entwickelt und erfolgreich bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika eingesetzt. Mit der Weiterentwicklung SORMAS-ÖGD steht nun den Gesundheitsämtern in Deutschland ein System zur Verfügung, das ein effektives Kontaktpersonenmanagement ermöglicht und so wesentlich zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen kann.

Medienberichten zufolge läuft die Pandemie-Bekämpfung im ÖGD aber immer noch weitestgehend analog mithilfe von Faxgeräten, Stift und Papier ab. Die Digitalisierung der Gesundheitsämter ist aber für ein effizientes und effektives Pandemie-Management unerlässlich. Durch den Einsatz von SORMAS-ÖGD könnte eine breitere Vernetzung der Gesundheitsämter etabliert und Infektionsketten über die Kreisgrenzen hinaus effizienter nachverfolgt werden. Darüber hinaus trägt das System maßgeblich zur Entlastung der Gesundheitsämter bei.

Aus der Antwort der Bundesregierung bezüglich einer Anfrage der gesundheitspolitischen Sprecherin von Bündnis 90/ Die Grünen, Maria Klein-Schmeink, geht hervor, dass bis zum 31.12.2020 weniger als ein Drittel der Gesundheitsämter in Deutschland SORMAS nutzten.

In Bayern wird die Nutzung von SORMAS demnächst verpflichtend und auch in Nordrhein-Westfalen sollen die Städte und Landkreise bis Ende Februar auf SORMAS-ÖGD umstellen.

Vor diesem Hintergrund bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

  1. Hält die Kreisverwaltung bzw. die Gesundheitsbehörde die Umstellung auf das System SORMAS-ÖGD grundsätzlich für sinnvoll und zweckmäßig?

  2. Mit welchen Programmen arbeitet die Kreisgesundheitsbehörde derzeit?

  3. Welche Schritte zur Digitalisierung der Kreisgesundheitsbehörde sind bereits erfolgt und welche stehen noch an?

  4. Plant die Kreisverwaltung das System SORMAS-ÖGD einzuführen und wenn ja, in welchem Zeitraum?

  5. Welche organisatorischen und personellen Anforderungen sind zu erfüllen, um erfolgreich auf das System SORMAS-ÖGD umzustellen?

  6. Zu welchen anderen Programmen müssten Schnittstellen geschaffen werden und wie hoch werden die Kosten eingeschätzt?

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Berlin, Fraktionssprecherin
Anke Hoppe-Hoffmann, Fraktionsgeschäftsführerin

Hier die Antwort der Verwaltung

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